4 Kommentare
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Avatar von Vektor7

Das ist gerade sehr viel Denkimpuls. Danke. Ich melde mich nochmal.

Avatar von FragmentaryMe

Danke für den kleinen Tauchgang! Vertrauen ist immer das Mittel, das es zum gesunden Navigieren zwischen den Polen braucht. ohne kippt es zwangsläufig. Aber spannend wird es eben, wenn wir hinterfragen ob wir wirklich vertrauen können - zum Beispiel auch unserem eigenen Bild von uns selbst…

Avatar von FragmentaryMe

Gern & Jederzeit!

Avatar von Vektor7

Diese Art der Kunstform ist wirklich ein starkes Bild und eröffnet so viele komplexe psychologische Perspektiven, dass man sie erst einmal sortieren muss.

Letztendlich geht es um Bindung. Jegliche Art der Verbindung braucht Vertrauen. Es gibt immer Komponenten der Macht und Unterordnung, des Führens und des Loslassens.

Wer die Freiheit des Kontrollverlusts genießen will, muss seinem Gegenüber zu 100 % vertrauen können. Wer den anderen binden möchte, muss die Bedürfnisse des anderen zu 100 % im Blick haben und sich zuallererst um seine Sicherheit sorgen – sonst wird Vertrauen verletzt, und der beidseitige Genuss sowie die freudige Erfahrung sind nicht mehr möglich.

Das lässt sich sowohl auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen als auch auf die transzendente Ebene.

Zwischenmenschlich wird der Vertrauende seinen Partner weise wählen müssen, seine eigenen Bedürfnisse beobachten und kommunizieren müssen und die Verantwortung haben, Grenzen zu setzen. Derjenige, der Macht ausübt, muss lernen, sich zu beherrschen und die Bedürfnisse des anderen zu priorisieren.

Auf spiritueller Ebene sehe ich allerdings die gleiche Dynamik. Wer Kontrolle loslassen will, muss wissen, wohin. Die Angst, sich im Nichts zu verlieren, ist berechtigt – man kennt das Nichts nicht.

Eine Person jedoch, der man vertrauen kann – die man als gut, schützend und vertrauenswürdig kennengelernt hat – das wäre eine andere Sache.

Für mich ist das ein Grund mehr, an einen personellen Gott zu glauben.

Ich danke dir für die Inspiration!